Wundbilder, Befunde und Abrechnungsdaten gehören zu den sensibelsten Daten überhaupt. So schützen wir sie: Schicht für Schicht, vom Rechenzentrum in der EU über Verschlüsselung, Rollen und das Protokoll jedes Zugriffs bis zu den Menschen in Ihrem Team.
standort → eu-rechenzentrum · on-prem möglichtransport → verschlüsselt (tls)speicher → verschlüsselt, auch im backupzugriff → rollen · need-to-know · mfaprotokoll → jeder zugriff, manipulationsgeschütztverträge → avv (art. 28) · dsfa wo nötig (art. 35)ki → kein training ohne ihre zustimmung
Ein Wundfoto mit Datum, ein Befund, eine Abrechnung mit Diagnoseschlüssel: Im Gesundheitswesen ist fast jede Datei ein Gesundheitsdatum. Wer solche Daten digital verarbeitet, trägt eine besondere Verantwortung, rechtlich wie menschlich. Gleichzeitig darf Sicherheit den Alltag nicht lahmlegen, sonst entstehen Umwege, die gefährlicher sind als jedes fehlende Update.
Gesundheitsdaten zählen nach Art. 9 DSGVO zu den besonderen Kategorien personenbezogener Daten. Ihre Verarbeitung ist grundsätzlich untersagt, außer eine Ausnahme greift.
Für Ärztinnen, Ärzte, Pflegefachkräfte und ihre Teams gilt zusätzlich die Schweigepflicht nach § 203 StGB, auch dann, wenn Dienstleister an der IT mitwirken.
Patientinnen, Patienten und Pflegebedürftige vertrauen Ihnen Wundbilder, Diagnosen und Lebensumstände an. Eine Datenpanne beschädigt dieses Vertrauen schneller als jede Prüfung.
Das Kleingedruckte in Kürze. Die Übersicht ist bewusst vereinfacht und ersetzt keine Einzelfallprüfung; welche Regeln für Ihre Einrichtung genau gelten, klären wir gemeinsam mit Ihren Datenschutzbeauftragten.
Erlaubt nur mit Ausnahme, im Gesundheitswesen meist für Behandlung und Versorgung (Art. 9 Abs. 2 lit. h in Verbindung mit § 22 BDSG), sonst etwa mit ausdrücklicher Einwilligung.
Wer Daten in Ihrem Auftrag verarbeitet, braucht einen Vertrag mit Ihnen: nur auf Weisung, vertraulich, mit geregelten Unterauftragnehmern und Löschung am Ende. Er steht, bevor der erste Datensatz fließt.
Technische und organisatorische Maßnahmen nach Stand der Technik und Risiko: Verschlüsselung, Vertraulichkeit, Verfügbarkeit, rasche Wiederherstellung und regelmäßige Überprüfung.
Pflicht, wenn eine Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko birgt, ausdrücklich etwa bei umfangreicher Verarbeitung von Gesundheitsdaten. Neue Technik wie KI ist ein weiterer Anlass, genau hinzusehen.
Unverzüglich und möglichst binnen 72 Stunden an die Aufsichtsbehörde, außer es droht voraussichtlich kein Risiko. Bei hohem Risiko werden auch die Betroffenen informiert.
Dienstleister dürfen mitwirken, wenn es erforderlich ist. Sie müssen dann zur Verschwiegenheit verpflichtet sein; das regeln wir vertraglich.
Je nach Risikoklasse Transparenz, menschliche Aufsicht, Protokollierung und Dokumentation. Die Pflichten greifen stufenweise.
Die meisten Lücken entstehen nicht im Rechenzentrum, sondern zwischen Station, Büro und Hausbesuch:
Schnell fotografiert, schwer wieder einzufangen: Bilder landen in der Galerie, in der Cloud-Sicherung des Handys oder im Messenger.
Ein Login für die ganze Station oder das ganze Büro. Wer was gesehen oder geändert hat, lässt sich später nicht mehr sagen.
Falsch gewählte Nummern, mitlesende Postfächer, Ausdrucke im Gemeinschaftsdrucker. Sichere Wege wie KIM gäbe es.
Ehemalige Mitarbeitende, Aushilfen und Dienstleister behalten ihren Zugang, weil niemand für das Abmelden zuständig ist.
Gesichert wird, aber ob die Wiederherstellung klappt, zeigt sich erst im Ernstfall, und dann unter Zeitdruck.
Ein Arztbrief schnell zusammengefasst, und die Daten liegen bei einem Dienst außerhalb der EU, ohne Vertrag und ohne Protokoll.
Wie schnell ein ungeprüftes Backup zur Falle wird, zeigt eine kleine Notfallprobe. Entscheidend ist nicht, ob es Kopien gibt, sondern ob eine davon den Angriff übersteht:
Kopien auf „getrennt & unveränderbar“ schalten, dann den Ernstfall proben.
Ein Erpressungstrojaner verschlüsselt alles, was er im Netz erreicht. Welche Kopie übersteht das?
Sicherheit ist kein einzelnes Schloss, sondern ein Stapel von Schutzschichten. Fällt eine aus, hält die nächste. Fächern Sie den Stapel auf, sehen Sie sich jede Schicht an, und schicken Sie simulierte Angriffe hinein: Manche Schicht blockiert, manche erkennt, und eine bringt die Daten nach dem Ernstfall zurück.
Keine Schicht ist für sich perfekt. Erst zusammen schützen sie Wundbilder, Befunde und Abrechnungsdaten.
Hundertprozentige Sicherheit verspricht niemand seriös, auch wir nicht. Was wir versprechen: Jede Schicht ist bewusst gewählt, dokumentiert und wird regelmäßig überprüft, und Sie wissen im Ernstfall, was zu tun ist.
KI bringt eine eigene Schicht an Fragen mit: Wohin gehen die Daten, lernt das Modell mit, und wer trägt die Entscheidung? Unsere Antworten stehen fest, bevor die erste KI-Funktion live geht.
Ihre Daten werden nicht zum Training von KI-Modellen verwendet, es sei denn, Sie stimmen ausdrücklich zu. Ob dafür zusätzlich eine Rechtsgrundlage wie eine Einwilligung der Betroffenen nötig ist, klären wir vorher.
KI schlägt vor, sortiert und fasst zusammen. Diagnosen, Therapien, Freigaben und Entscheidungen über Menschen trifft Ihr Team, nachvollziehbar und mit dem letzten Wort.
Modelle, die in der EU oder bei Ihnen im Haus betrieben werden können. Je sensibler die Daten, desto enger der Rahmen, bis hin zum Betrieb ganz ohne Cloud.
Jede KI-Funktion wird eingestuft und dokumentiert. Transparenzhinweise, menschliche Aufsicht und Schulung des Teams sind von Anfang an eingeplant.
Datenschutz ist Teamarbeit. Ihre Einrichtung bleibt Verantwortliche, WUNDigital verarbeitet in Ihrem Auftrag. So teilen sich die Aufgaben:
Sie bleiben Verantwortliche im Sinne der DSGVO, legen Zwecke fest und informieren Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende.
Wir verarbeiten nur auf Ihre Weisung, auf Grundlage des AVV, und liefern die Unterlagen dazu.
Sie entscheiden, wer welche Rolle bekommt, und melden Eintritte, Wechsel und Austritte.
Wir setzen Rollen technisch um, erzwingen die Anmeldung mit zweitem Faktor und sperren Konten auf Zuruf.
Sie halten Rechner, Tablets und Diensthandys aktuell und regeln, was auf privaten Geräten erlaubt ist.
Wir gestalten Abläufe so, dass möglichst wenig auf dem Gerät liegt, und beraten zu sicheren Einstellungen.
Bei On-Premises stellen Sie Server oder virtuelle Umgebung und das Netz im Haus bereit.
Wir übernehmen Einrichtung, Updates, Überwachung und Backups nach den vereinbarten Regeln.
Sie benennen Ansprechpersonen und entscheiden über Meldungen an Aufsichtsbehörde und Betroffene.
Wir informieren Sie unverzüglich, sichern Spuren, stellen den Betrieb wieder her und unterstützen bei der Meldung.
Sie gehen Auffälligkeiten nach und beantworten Auskunfts- und Löschanfragen.
Wir stellen Protokolle und Auswertungen bereit und machen Auskunft und Löschung im System nachvollziehbar.
Sie führen das Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten und verantworten die DSFA, beraten durch Ihre Datenschutzbeauftragten.
Wir liefern die Bausteine: Systembeschreibung, TOMs, Datenflüsse und einen Entwurf der Risikoanalyse.
Sie geben dem Team Zeit für Schulungen und machen es leicht, einen Verdacht zu melden.
Wir schulen am System, zu Phishing, Passwörtern und Datenschutz, kurz und mit Nachweis.
Die genaue Aufteilung steht im Vertrag zur Auftragsverarbeitung und in den TOMs, abgestimmt auf Ihr Betriebsmodell.
Sicherheit ist bei uns kein Zusatzpaket, sondern läuft durch alle drei Phasen jedes Projekts:
Wir nehmen auf, welche Daten wo liegen und wer worauf zugreift: Software, Schnittstellen, Sammelkonten, Fax, private Geräte. Daraus folgt der Schutzbedarf, und ob eine DSFA nötig ist.
AVV und Rollen stehen, bevor Daten umziehen. Dann schrittweise in die EU-Cloud oder auf Ihre Server, je nach Schutzbedarf, mit dem Einverständnis und der Akzeptanz Ihrer Mitarbeitenden.
Erst auf dieser Grundlage kommt KI dazu: Modelle nach Schutzbedarf, kein Training mit Ihren Daten, eingestuft nach dem EU AI Act, und die Entscheidung bleibt beim Menschen.
Auf den Standort in der EU, einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung und anerkannte Zertifizierungen und Testate des Betreibers, etwa nach ISO/IEC 27001 oder dem C5-Kriterienkatalog des BSI. Für Cloud-Dienste im Gesundheitswesen fordert der Gesetzgeber inzwischen ausdrücklich solche Nachweise; was für Ihre Einrichtung gilt, prüfen wir mit Ihnen.
Ja. Wenn Ihr Schutzbedarf es verlangt, läuft die Lösung On-Premises auf Ihren Servern. Mischformen sind möglich, etwa Akten im Haus und weniger sensible Abläufe in der EU-Cloud. Das Betriebsmodell lässt sich später ändern.
Nein, nicht ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung. Wir wählen Modelle und Verträge so, dass Eingaben nicht zum Training genutzt werden, und setzen Modelle ein, die in der EU oder bei Ihnen laufen können.
Nicht für jede. Pflicht ist sie bei voraussichtlich hohem Risiko, etwa bei umfangreicher Verarbeitung von Gesundheitsdaten. Wir prüfen das je Anwendung, dokumentieren das Ergebnis und liefern die Bausteine. Verantwortlich bleibt Ihre Einrichtung.
Wir informieren Sie unverzüglich, sichern Spuren, stellen den Betrieb aus den Backups wieder her und unterstützen Sie bei der Meldung an die Aufsichtsbehörde. Wer wann was tut, steht im Notfallplan, den wir vorher gemeinsam festlegen.
Wundbilder sind Gesundheitsdaten. Sie sollten nicht in der Galerie oder im Messenger landen, sondern direkt und verschlüsselt in der Akte, mit Zuordnung zur richtigen Person. Wir richten den Weg so ein, dass er schneller ist als der Umweg.
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