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Der diabetische Fuß: viele Hände, eine Information.

Podologie, Hausarztpraxis, Diabetologie, Schuhtechnik, Wundzentrum: Beim diabetischen Fußsyndrom arbeiten viele zusammen, und jede Woche zählt. So fließen Befunde, Fotos und Verordnungen so, dass niemand eine Veränderung übersieht.

diabetischer fuß: ein fuß, viele hände
01täglich     → selbstkontrolle zu hause, schutzschuhe02regelmäßig  → podologie, hausarzt · nach risiko03auffällig   → befund + foto an alle, die es brauchen04neue wunde  → am selben tag ärztlich · fußambulanz05verlauf     → ein gemeinsamer ort statt karteikarten
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Ein Fuß, viele Hände

Beim diabetischen Fußsyndrom kommt es auf kleine Veränderungen an. Wer Diabetes hat, spürt eine Druckstelle oft nicht, weil die Nerven geschädigt sind. Deshalb schauen viele auf denselben Fuß, jede Stelle mit ihrem eigenen Blick:

Podologie

Medizinische Fußpflege in regelmäßigen Abständen: Hornhaut, Nägel, Druckstellen. Sieht den Fuß oft häufiger als jede Arztpraxis.

Hausarztpraxis

Behält Diabetes und Begleiterkrankungen im Blick, untersucht die Füße, verordnet und überweist.

Diabetologische Schwerpunktpraxis / Fußambulanz

Spezialisiert auf das diabetische Fußsyndrom. Hierhin gehört eine neue Wunde, und zwar schnell.

Orthopädische Schuhtechnik

Passt Schuhe und Einlagen an, damit Druck gar nicht erst entsteht. Braucht dafür eine Verordnung und Rückmeldung.

Wundzentrum

Übernimmt oder begleitet die Versorgung, wenn eine Wunde länger braucht oder besondere Erfahrung verlangt.

Pflegedienst und Patient zu Hause

Sehen den Fuß täglich. Wer ihn täglich ansieht, bemerkt eine Veränderung als Erster.

Das Netz funktioniert, wenn jede Beobachtung dort ankommt, wo gehandelt werden kann. Wie Wundzentren den Verlauf führen, wenn aus einer Läsion eine Wunde geworden ist, beschreibt der Leitfaden Wundzentren.

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Rahmen, vereinfacht

Podologische Therapie
Als Heilmittel verordnungsfähig

Beim diabetischen Fußsyndrom kann podologische Therapie ärztlich als Heilmittel verordnet werden, ebenso bei einigen anderen Indikationen. Was im Einzelnen gilt, regelt die Heilmittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses.

Berufsbezeichnung
Staatlich geregelt

Podologin und Podologe sind geregelte Gesundheitsfachberufe. Die Berufsbezeichnung darf nur führen, wer die Erlaubnis nach dem Podologengesetz hat.

Risikoeinschätzung
Je höher das Risiko, desto enger

Leitlinien ordnen Menschen mit Diabetes nach ihrem Risiko für Fußläsionen in Risikoklassen, etwa nach Nervenschädigung, Durchblutung, Fehlstellung oder früheren Wunden. Davon hängt ab, wie oft der Fuß fachlich untersucht wird.

Inspektion
Täglich selbst, regelmäßig fachlich

Standard ist die tägliche Selbstkontrolle der Füße, wenn nötig mit Spiegel oder Hilfe von Angehörigen, dazu regelmäßige Untersuchungen in der Praxis.

Schutzschuhe
Druck vermeiden

Passendes Schuhwerk und, wenn nötig, eine orthopädische Schuhversorgung gehören zur Vorbeugung. Sie werden ärztlich verordnet und von der Schuhtechnik angepasst.

Neue Wunde
Am selben Tag ärztlich

Bei einer neuen Wunde am Fuß gilt: noch am selben Tag zur Ärztin oder zum Arzt. Je früher die Fußambulanz eingebunden ist, desto besser.

Datenschutz
Fußfotos sind Gesundheitsdaten

Befunde und Fotos sind nach der DSGVO besonders geschützt. Wer was sehen darf und auf welchem Weg es weitergeht, gehört vorher geklärt.

Vereinfacht dargestellt, ersetzt keine Leitlinie, keine Rechtsberatung und keine Einzelfallprüfung. Maßgeblich sind die aktuellen Richtlinien, Leitlinien und Verträge.

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Wo es hakt

Am Fachwissen fehlt es selten. Die Information steckt fest, oft genau zwischen zwei Stellen:

Karteikarte statt Akte

Viele podologische Praxen dokumentieren noch auf Papier. Was dort steht, sieht außerhalb der Praxis niemand.

Fotos auf dem Handy

Angehörige fotografieren eine Stelle, die Pflege auch. Die Bilder bleiben auf privaten Geräten oder gehen per Messenger.

Verordnung als Engpass

Podologie und Schuhtechnik brauchen eine ärztliche Verordnung. Bis sie da ist, vergehen Tage, manchmal Wochen.

Befunde im Brief

Der Arztbrief kommt per Post oder Fax. Die Podologie erfährt oft nur über den Patienten, was die Ambulanz gesagt hat.

Kein gemeinsamer Verlauf

Hornhaut, Druckstelle, Rötung: Jeder sieht ein Puzzleteil, niemand das Bild. Erst zusammen ergeben sie ein Warnzeichen.

Eskalation per Telefon

Wenn es eilt, wird telefoniert. Wer nicht erreicht wird, bekommt die Information erst beim nächsten Termin.

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Der Fuß-Pass

Ein fiktiver Patient, ein Fuß, vier Termine in sechs Wochen. Bei jedem Befund entscheiden Sie, wer davon wissen muss und bis wann. Spielen Sie es einmal mit gemeinsamem Fuß-Pass und einmal „Jeder für sich“, und vergleichen Sie, wann die Fußambulanz von der Läsion erfährt.

Interaktiv · Fuß-Pass
ModusTermin 1 / 4
WOCHE 1 · PODOLOGIE · HORNHAUT

Verstärkte Hornhaut am Großzehenballen, schonend abgetragen.

Wer muss es wissen?
Bis wann?
Fiktiver Patient · vereinfacht · keine medizinische Empfehlung im Einzelfall

Ob die Fotos dabei brauchbar sind, entscheidet sich bei der Aufnahme. Wie Wundfotos vergleichbar werden, zeigt der Leitfaden Wundfotografie. Wie sich ein Blick der Fußambulanz auch ohne Anfahrt organisieren lässt, steht unter Telemedizin, und wie Heilmittelpraxen ihre Termine und Verordnungen führen, unter Therapiepraxen.

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Wo die Module ansetzen

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So gehen wir im Fußnetz vor

  1. 01

    Analysieren

    Wir schauen, wie Befunde heute wandern: Karteikarte, Brief, Fax, Telefon, Messenger. Welche Software ist da, wo hängt es zwischen Podologie, Praxis und Ambulanz?

  2. 02

    Migrieren

    Befunde, Fotos und Verordnungen ziehen schrittweise an einen gemeinsamen Ort in einer EU-Cloud, mit Einverständnis und Akzeptanz der Mitarbeitenden. Ihre Praxissoftware bleibt.

  3. 03

    KI gezielt integrieren

    Erst dann kommt KI dazu, etwa beim Zuordnen eingehender Fotos oder beim Zusammenfassen des Verlaufs für die Fußambulanz. Entscheiden tun die Fachleute.

Mehr zu unserem Vorgehen

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Häufige Fragen

Ersetzt WUNDigital unsere Praxissoftware oder die Karteikarte über Nacht?

Nein. Wir schauen uns an, wie Sie heute arbeiten, und bauen um das Bestehende herum. Wenn die Karteikarte digital werden soll, dann schrittweise und mit dem Einverständnis des Teams.

Wie kommen Befunde sicher von der Podologie zur Arztpraxis?

Über sichere, verschlüsselte Wege statt Fax oder privatem Messenger. Welcher Weg passt, hängt davon ab, was Ihre Software und Ihre Partner mitbringen. Das klären wir gemeinsam.

Dürfen wir Fußfotos mit anderen Praxen teilen?

Nur auf klarer Rechtsgrundlage, häufig mit Einwilligung der Patientin oder des Patienten, und auf sicherem Weg. Wir helfen, das sauber zu regeln und zu dokumentieren.

Erkennt eine KI eine Wunde oder stellt eine Diagnose?

Nein. KI kann beim Sortieren, Zuordnen und Zusammenfassen helfen oder auf ein unscharfes Foto hinweisen. Beurteilung, Diagnose und Therapie bleiben bei den Fachleuten.

Lohnt sich das für eine kleine podologische Praxis?

Gerade dort, wo wenig Zeit für Verwaltung bleibt. Wir beginnen klein, etwa mit einem sicheren Weg für Befunde und Fotos, und erweitern nur, was im Alltag trägt.

Sie arbeiten in der Podologie, einer Fußambulanz oder einer Praxis mit vielen Diabetespatienten? Erstgespräch vereinbaren

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